Kinesio-Tape


"Ziel einer jeden Behandlung mittels Kinesio-Tape ist letztlich die Aktivierung und Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Körpers."


Ein Kinesio-Tape (Muskel-Tape) ist eine Art hochelastisches Pflaster aus Stoff. Es dient bei Verletzungen oder Entzündungen von Muskeln, Bändern oder Gelenken als Stabilisierung, ohne die Beweglichkeit einzuschränken.

Weil das Kinesio-Tape an der Haut fixiert ist, wird bei Bewegungen die Haut gegen das darunterliegende Gewebe verschoben. Dieser ständige Reiz soll durch die Aktivierung verschiedener Rezeptoren die Muskelspannung regulieren (Tonisierung) und eine Signalübertragung an das zentrale Nervensystem auslösen. Zu diesen Rezeptoren zählen neben Berührungsrezeptoren auch Schmerzrezeptoren, Temperaturrezeptoren und Rezeptoren, die dem Körper sagen, wo sich beispielsweise die Extremitäten im Raum befinden (Propriorezeptoren).

Die Reizung durch das Kinesio-Tape soll ausserdem eine Schmerzreduktion bewirken und den Blutfluss verbessern. Ausserdem stützt und entlastet das Tape den geschädigten Muskel, das Band oder das Gelenk.


Wird zum Beispiel angewendet bei:


  • Muskelverletzungen (Schmerzen, Zerrungen, Überlastung, Entzündungen, Faserrisse, ...)
  • Gelenkverletzungen (Schmerzen, Überlastung, Entzündungen, Schwellung, Instabilität, ...)
  • Bandverletzungen (Schmerzen, Überlastung, Entzündungen, Bänderriss, ...)


Für die Chirurgie als operatives Verfahren stehen zunächst einmal die Techniken im Vordergrund, die den postoperativen Heilungsverlauf positiv beeinflussen können.  An erster Stelle stehen hier die Lymphtechniken, die zu einer erheblichen Reduktion von Ödemen und postoperativen Hämatomen führen. Durch die verbesserte Mikrozirkulation wird der Heilungsverlauf deutlich beschleunigt und die Wundheilung verbessert.

Die deutliche Reduktion von Schwellung und somit auch Drucksymptomatik führt sehr häufig zu einer Reduzierung der notwendigen Schmerzmedikation und einer schnelleren Mobilisierung.  Nach laparaskopischen Eingriffen kann die Anlage von Lymphzügeln zu einer schnelleren Resorption der insufflierten Luft aus dem Abdomen führen.


Obwohl es derzeit keine sterilen Abpackungen der Tapes gibt, gibt es aus eigenen Erfahrungen keine Probleme, wenn die ersten Lymphzügel bereits perioperativ um den sterilen Verband herum in das Abflussgebiet des Lymphsystems hinein gelegt werden.

So hat es sich z.B. bewährt nach Implantation einer Knie – TEP direkt postoperativ noch im Operationssaal einen großen Lymphzügel dorsal im Bereich Kniekehle und dorsalen Oberschenkel zu legen – dies reduziert das postoperative Hämatom sowie den Erguss, verbessert die postoperative Beweglichkeit und reduziert die Schmerzen.  Solche Lymphzügel sind sowohl im Bereich der Extremitätenchirurgie, als auch abdominal und thorakal nach entsprechender chirurgischer Intervention anzulegen, um eine erhebliche Verbesserung der Resorption und Reduktion von Schwellungszuständen zu erreichen.

Mit bestimmten Anlagen über Muskulatur gelingt es, den Tonus zu verbessern und die Kraft des Muskels zu verstärken.  Über eine Reduktion der Schmerzen werden diese Muskeln wieder „zugeschaltet“ und ein physiologischer Bewegungsablauf ist gewährleistet.

 
 
 
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